Vortrag: Bodensee zwischen Antike und Mittelalter

Am Montag, 17. Juni lädt das Stadtarchiv Friedrichshafen anlässlich der 1.300sten Wiederkehr der Gründung des Klosters Reichenau im Jahr 724 zum Vortrag „Der Bodensee zwischen Antike und Mittelalter“ ein. Beginn ist um 18 Uhr. Eine vorherige Anmeldung ist notwendig.

In einem weit gespannten Bogen wird die Geschichte der Bodenseeregion zwischen dem Zusammenbruch des Römischen Reichs und dem hohen Mittelalter skizziert. Vor dem Hintergrund, dass der Bodensee in dieser Zeit des Epochenwechsels und der Neugestaltung Europas ein weitgehend entvölkerter, lebensfeindlicher Naturraum war, in dem Sümpfe den Verkehr behinderten und Seuchen hervorriefen, stehen viele Fragen im Raum: Welche Erkenntnisse lassen sich aus den Schriften des Strabo aus Amasia, dem wichtigsten Geografen der Antike, sowie des berühmten Walahfrid Strabo, Abt des Klosters Reichenau, gewinnen? Welche Rolle hat Kaiser Augustus bei der Erschließung des Bodenseeraumes gespielt? Wie hat der Heilige Gallus die Bodenseelandschaft am eigenen Leibe erfahren? Lassen sich der Name des Bodensees selbst und Ortsnamen wie Arbor Felix, Buchhorn, Wasserburg, Lindau und andere erklären? Warum war das Konstanzer Münster von zentraler Bedeutung für die mittelalterliche Schifffahrt? 

Damit ergibt sich die Darstellung eines absolut nicht lieblichen Naturraums, in dem vor genau 1.300 Jahren das Kloster Reichenau gegründet wurde. Der Vortrag ist eine Ergänzung zum Gedenkjahr.

Interessierte, die den Vortrag besuchen möchten, müssen sich entweder telefonisch unter der Nummer 07541 203-3434 oder per E-Mail an anmelden. Der Eintritt ist frei.