Bestände & Publikationen

Die Bestände reichen vielfach bis 1700 und noch weiter zurück, sie dokumentieren die Entwicklung der früheren Landgemeinden in allen wesentlichen Aspekten
Nahaufnahme zweier Bücher

Das Stadtarchiv ist das bleibende Gedächtnis der Stadt und das Zentrum für die Friedrichshafener Stadtgeschichte. Es bewahrt und sichert die Unterlagen der Stadtverwaltung mit bleibendem Wert und stellt sie – entsprechend den gesetzlichen Vorgaben – den Bürgerinnen und Bürgern zur Information und Forschung zur Verfügung.

Durch Findbücher erschlossene größere Bestände

Ailingen: Gemeinde Ailingen I – 1825 – 1945
Ailingen: Schulakten – 1824–1960
Ailingen: Wasserversorgung – 1895–1974
Ailingen: Ortsverwaltung Ailingen – 1968–1990
Berg: Gemeinde Berg II – 1850–1937
Ettenkirch: Gemeinde Ettenkirch I – 1810–1900
Ettenkirch: Gemeinde Ettenkirch II – 1785–1954
Schnetzenhausen: Gemeinde Schnetzenhausen – 1700–1950
Schnetzenhausen–Fischbach – 1808–1958
Fischbach: Geschäftsstelle Fischbach – 1946–1988
Hauptamt – 1921–1981
Hochbauamt – 1893–1975
Bauakten nicht mehr existierender Gebäude – ab 19. Jh.
Kulturamt – 1957–1985
Rechnungsprüfungsamt – 1940–1991
Schlachthof – 1954–1993
Sozialamt – 1920–1998
Stadtpflege – 1939–1988
Stiftungspflege – 1909–1991
Volkshochschule – 1949–1982
Wahlamt – 1946–1990
Fotoarchiv Hättig – 1943–1984
Kartensammlung – 16.–20. Jh.
Kumulierte Orts–, Personen–, Sachregister

Weitere Bestände in Auswahl

Amt für öffentliche Ordnung,
Gaststättenakten – ab ca. 1820
Stadtplanungsamt – 1937–1962
Wohnungsamt – 1946–1951
Zeppelinstiftung – 1908–1947

Nachlässe herausragender Personen, u. a. der Stadtschultheissen

Edmund Miettinger (1849–1885)
Peter Schmid (1885–1907)
Oberbürgermeisters Dr. Max Grünbeck (1949–1977)
Privates Schriftgut, Familiendokumente, Schriftgut von Vereinen und Organisationen

Zeitungen und weitere Schriften aus der Archivbibliothek

Friedrichshafener Bibliographie
Literatur zu allen denkbaren Friedrichshafener Themen
Seeblatt / Verbo / Donau–Bodensee–Zeitung 1845–1945, auf Mikrofilm
Seeblatt 1914–1919, gebunden
Volksblatt / Amtsblatt (Tettnang) 1848–1902, gebunden
Schwäbische Zeitung Friedrichshafen, ab 1946, gebunden
Schwäbische Zeitung Tettnang, ab 1986, gebunden
Südkurier Überlingen 1986–1994, gebunden
Südkurier Friedrichshafen, ab 1994
Regierungs– und Amtsblätter aus Württemberg, Württemberg–
Hohenzollern und Baden–Württemberg, ab 1808
Regierungs– und Amtsblätter aus Baden 1860–1945 (mit Lücken)
Regierungs– und Amtsblätter von Reichs– und Bundesbehörden 1848–1849, 1871–1945, ab 1949

Abbildungen, Karten und weitere Dokumente aus der Archivbibliothek

Alte Ansichten
Ausstellungsdokumentationen
Fotos und Negative
Karten und Pläne
Kleinbild–Dias
Plakate und Flugschriften zu Veranstaltungen
Postkarten
Reproduktionen örtlich relevanter Materialien aus anderen Archiven
Siegelabgüsse

Museale Sammlung

geschmolzener Münzhaufen, bei dem nur noch zwei rudimentäre Münzen zu erkennen sind
Ein kleiner Teil der Münzsammlung konnte noch rechtzeitig im April 1944 nach Hohenems ausgelagert werden. Andere Teile, wie die hier abgebildeten sechs Kupfermünzen, verklumpten durch die hohe Temperatur beim Luftangriff auf Friedrichshafen.

Im Stadtarchiv Friedrichshafens befindet sich seit 1987 eine museale stadtgeschichtlich-vorgeschichtliche Sammlung, die seit 2014 mit Wechselausstellungen im Erdgeschoss des Max-Grünbeck-Hauses der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Die Anfänge dieser musealen Sammlung lassen sich bis ins 19. Jahrhundert, bis zur Gründung des „Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung“ am 19. Oktober 1868 zurückverfolgen.

Ein Ausdruck bürgerlicher Identität im 19. Jahrhundert bildete nicht zuletzt das Sammeln von musealen Gegenständen. Am Bodensee sorgten renommierte Mitglieder des Bodenseegeschichtsvereins dafür, dass kulturell bedeutende Relikte bewahrt und die eigene Geschichte in einer dauerhaften Ausstellung greifbar gemacht werden konnte: Der am 19. Oktober 1868 gegründete Verein bezog im selben Jahr das von Freiherrn August von Malchus bereitgestellte Haus in der Friedrichshafener Karlstrasse. Mit der musealen Sammlung des Bodenseegeschichtsvereins entstand das älteste Museum am Bodensee.

Wegen zu hoher Verschuldung des Bodenseegeschichtsvereins wurde die Sammlung auf Beschluss der Vereinssitzung am 6. September 1926 in Romanshorn für 35.000 Reichsmark an die Stadt Friedrichshafen verkauft.

Das städtische Museum wurde beim britischen Luftangriff vom 28. April 1944 fast völlig zerstört. Von der Musealen Sammlung des Bodenseegeschichtsvereins zeugt heute ein kleiner Rest von ca. 2.000 Objekten, die sich bis 1986 im Bodenseemuseum, seitdem im Stadtarchiv Friedrichshafen – in der musealen Sammlung – befinden.

Publikationen

  • 8. Band, 2023, 24,00 Euro, ISBN 978-3-9816334-3-6
  • 7. Band, 2016 24,90 Euro, ISBN 978-3-9816334-2-9
  • 6. Band, 2014 19,80 Euro, ISBN 978-3-9816334-1-2
  • 5. Band, 2013 19,80 Euro, ISBN 978-3-9816334-0-5
  • 4. Band, 2010/11 (vergriffen!) ISBN 978-3-9805874-7-1
  • 3. Band, 2009 (vergriffen!) ISBN 978-3-9805874-9-5
  • 2. Band, 2008 21,80 Euro, ISBN 978-23-9805874-1-9
  • 1. Band, 2007 19,80 Euro, ISBN 978-3-9805874-8-8
  • Bd. 1: Max Messerschmid: 175 Jahre Friedrichshafen: Buchhorn unter bayerischer Verwaltung, Wie aus Buchhorn und Hofen Friedrichshafen wurde, Friedrichshafen 1986, 160 Seiten, 8 Abb.; Personen-, Orts- und Sachregister bearb. v. Georg Wieland, ISBN 3-926162-71-6, Band ist vergriffen.
  • Bd. 2: Stadt Friedrichshafen (Hg.): Geschichten aus Buchhorn und Friedrichshafen: Historisches Lesebuch für die Jugend der Stadt, Friedrichshafen 1996 3., stark erw. u. überarb. Aufl. (1. und 2. Aufl. von 1986 vergriffen), 440 Seiten; erstellt vom Arbeitskreis für Heimatgeschichte an den Friedrichshafener Schulen unter der Leitung von Norbert Steinhauser, ISBN 3-926162-88-0, 10 Euro
  • Bd. 3: Stadt Friedrichshafen (Hg.): Lebenszeiten, Lebensorte: Erinnerungen an Friedrichshafen 1900-1930, Friedrichshafen 1993, 271 Seiten; 6 Karten; erstellt vom Arbeitskreis für Heimatgeschichte an den Friedrichshafener Schulen unter der Leitung von Norbert Steinhauser, ISBN 3-926162-73-2, 10 Euro
  • Bd. 4: Raimund Hug-Biegelmann u. a.: Friedrichshafen im Luftkrieg 1939-1945, Ravensburg 2003, 399 Seiten, 7 Karten, zahlr. Abb., ISBN 3-89549-302-3, 23,50 Euro
  • Bd. 5: Hartmut Semmler und Jürgen Oellers (Hg.): Stadtgeschichtliche Rundgänge: Friedrichshafen, Tübingen 2007, 160 Seiten, zahlr. Abb.; unter Mitwirkung des Arbeitskreises Stadtgeschichte Friedrichshafen, ISBN 978-3-87407-746-0, 14,90 Euro
  • Bd. 6: Jürgen Oellers und Hartmut Semmler: Der Graf und die Stiftung - Der Friedrichshafener Zeppelin-Pfad, Lindenberg i. A. 2008, 95 Seiten, zahlr. Abb.; unter Mitwirkung des Arbeitskreises Stadtgeschichte Friedrichshafen, ISBN 978-3-89870-445-8, 9,80 Euro
  • Bd. 7: Stadt Friedrichshafen (Hg.): Zeppelin 1908 bis 2008: Stiftung und Unternehmen, München, 2008, 359 Seiten, zahlr. Ill., Band ist vergriffen.
  • Bd. 8: Stadt Friedrichshafen (Hg.): 52 Stadtgeschichten, aus der Serie der Schwäbischen Zeitung zum Friedrichshafener Stadtjubiläum 2011, aufbereitet und zusammengestellt von Jürgen Oellers und Hartmut Semmler, Friedrichshafen: Verlag Robert Gessler 2012, 160 S., zahlr. Ill., zu beziehen beim Buchhandel
  • Stadt Friedrichshafen (Hg.): Geschichtspfad Friedrichshafen – Ein historischer Führer, Tettnang, 2001, 72 Seiten, zahlr. Abb.; unter Mitwirkung des Arbeitskreises Stadtgeschichte Friedrichshafen, ISBN 3-89549-301-5, 3,50 Euro
  • Stadt Friedrichshafen / Stadtarchiv (Hg.): 750 Jahre Kloster Löwental: Dominikanerinnen in Löwental 1250-1806, Friedrichshafen 2000, 40 Seiten, zahlr. Ill. (Begleitpublikation zur Ausstellung „750 Jahre Kloster Löwental“), ISBN 3-89549-300-7, Band ist vergriffen.
  • Gedenkfeier zu Ehren von Pater Gregor Schwake O.S.B. (1892-1967), Videofilm, VHS, 1998, Band ist vergriffen.
  • Dachauer Messe: Pater Dr. Gregor Schwake O.S.B.: KZ Dachau im Sommer 1944, Tonkassette, 1998, Band ist vergriffen.
  • Stadt Friedrichshafen / Stadtarchiv (Hg.): Friedrichshafen in Diktatur, Krieg und Besatzungszeit 1933-1950, Friedrichshafen 1994, 72 Seiten; erstellt vom Arbeitskreis für Heimatgeschichte an den Friedrichshafener Schulen unter der Leitung von Norbert Steinhauser, ISBN3-926162-89-9, 3 Euro
  • Siegfried Tann und Bernd Wiedmann (Hg.): Kirchen in Friedrichshafen: Geschichte und Kunst, Friedrichshafen 1989, 393 Seiten, brosch, ISBN 3-922137-55-5, Band ist vergriffen.
  • Stadt Friedrichshafen (Hg.): Buchhorn, Hofen und Friedrichshafen in alten Abbildungen: 1150 Jahre Buchhorn, 900 Jahre Kloster Hofen, Friedrichshafen 1988, 19 S., 12 Farbreproduktionen (30 x 40 cm); Auswahl und Erläuterungen von Georg Wieland, ISBN 3-926162-69-4, 9 Euro
  • Schloss Friedrichshafen mit Dampfschiff „Wilhelm“, Ebnersche Kunsthandlung, Stuttgart (um 1840), Lithografie von J. Woelffle, Verkaufspreis 1 Euro
  • Wappenscheibe der Reichsstadt Buchhorn von 1562, Toni Schneiders, Lindau (1989), Verkaufspreis 1 Euro
  • Wappenrelief der Reichsstadt Buchhorn von 1619, Toni Schneiders, Lindau (1989), Verkaufspreis 1 Euro